„Reisen bildet“ – die alte Volksweisheit, deren Tatsache heute noch genauso stimmt wie zu Zeiten der Bildungsreisen Goethes, veranlasste das Metallteam der Vogelsbergschule (VBS)
wieder Betriebsbesichtigungen für die Metallberufsschulklassen im Rahmen von Lernortkooperationen der zu organisieren.
Ziel der Besichtigungen waren Unternehmen im Raum Stuttgart und Würzburg: ein weltweit führender Herstellern von CNC-Drehmaschinen (INDEX-Werke) in Esslingen, der Schweißgerätehersteller Lorch in Auenwald und die Verzinkerei Würzburg (Siegener Verzinkerei Holding) in Rottendorf.
Erste Station war der Esslinger Werkzeugmaschinenhersteller INDEX-Werke, der technologisch führende und qualitativ hochwertige CNC-Drehmaschinen, auch als multifunktionale Produktionszentren herstellt. Nach allgemeinen Informationen wurden in Kleingruppen bei einem Betriebsrundgang mit Ausbildern die Betriebs- und Produktionsabläufe des Unternehmens gezeigt.
Nach einer Übernachtung in Stuttgart war das nächste Ziel die Firma Lorch in Auenwald. Mit knapp 200 Mitarbeitern hat der Schweißgerätehersteller eines der modernsten Werke seines Tätigkeitsfelds in Europa. Bei einem anschaulichem Vortrag durch einen Schweißfachexperten und dem anschließenden Rundgang durch die moderne Fertigung konnten die Auszubildenden vielfältige Einblicke erlangen: neueste Techniktrends und -entwicklungen, Produktion in modernsten Arbeitsumgebungen und dies gespickt mit großer fachlicher Kompetenz und Lebenserfahrung.
Als letztes Ziel steuerte die Lerngruppe um das Metall-Team der VBS mit den Lehrern Reiner Inacker, Thomas Jerwin und Martin Jung die Feuerverzinkerei in Würzburg an. Hier konnten die Schüler hautnah das Auftragen des Korrosionsschutzes Zink auf Stahlbauteile erleben und bekamen noch viele Hinweise für das fachgerechte Konstruieren zu verzinkender Bauteile.
Wie Goethe, der einst sagte, „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“, stellten alle Beteiligten fest, dass Betriebsbesichtigungen eine sehr gute und anschauliche Möglichkeit sind, um Produktionsabläufe und verschiedene neueste Techniken zu erlernen bzw. zu erleben. Außerschulische Lernorte stellen eine qualitative Aufwertung des Unterrichtes dar, auch wenn die Fahrt „nur“ ins Ländle ging und nicht in die mediterranen Regionen Europas.