Das Kfz-Team der Vogelsbergschule (VBS) aus Lauterbach um OStR Werner Wöll und Fachlehrer Reinhold Diehl organisierte eine Betriebsbesichtigung beim Fahrzeughersteller Volkswagen. Erkundet werden sollten im Rahmen der unterrichtlichen Lernfeldarbeit für das dritte und vierte Lehrjahr der Berufsschulklassen moderne Pkw-Fertigungsverfahren. Fachliche Ziele der Auszubildenden im 3. Und 4. Lehrjahr waren, Einblicke in die Karosseriefertigung sowie den Getriebebau zu gewinnen.
Im VW Werk angekommen wurden die Schüler nach einer Audiovisuellen Vorstellung des VW Konzerns durch die dortige Fertigung von Karosserien und die Getriebefertigung geführt. Im Dialog mit den Schülern stellte sich heraus, dass es sich bei unserem Werksbegleiter um einen pensionierten Entwicklungsingenieur der derzeit neuesten Getriebetechnik handelte. (VW 6 Gang Doppelkupplungsgetriebe) Unter einer solch Qualifizierten Führung blieb natürlich keine Frage der Schüler und Lehrer unbeantwortet.
Als Ergebnis dieses Tages stellten alle Beteiligten fest, dass die Besichtigung der Fahrzeugfertigung auch wichtige Erkenntnisse für den Alltag in der Kfz-Werkstatt brachte. Z.B. Der Einsatz von warmumgeformten Stählen im Automobilbau gewinnt eine immer größere Bedeutung. Diese Bauteile verringern das Fahrzeuggewicht bei gleichzeitig höherer Crashsicherheit. Der Kfz Mechatroniker in der Werkstatt muss dabei beachten, dass sich solche Formteile weder bearbeiten noch schweißen lassen. Daraus folgt, dass Unfallreparaturen nur nach Herstellervorschrift durchgeführt werden dürfen, da sonst die Crashsicherheit unfallreparierter Fahrzeuge nicht gewährleistet ist. Als Beispiel dafür gilt der neue VW Golf VII. An einer von Werk aufbereiteten Rohkarosserie mit farbig markierten Zonen, konnten die Schüler den Einsatz der hochfesten Formteile erkunden.
Nach einem kurzen Aufenthalt in der Kasseler Innenstadt ging es mit dem Bus wieder zurück nach Lauterbach.