Persil, Schauma, Pattex, Pritt und Loctite sind Markennamen, die jedem Laien bekannt sind. All diese Produkte kommen aus dem Hause Henkel. Das Unternehmen ist weltweit mit führenden Marken und Technologien vertreten, wovon das umsatzstärkste der Bereich der Klebstoff-Technologien (Adhesives Technologies) ist.
Nach der Begrüßung des Referenten Thorsten Moser von der Henkel AG durch Fachbereichskoordinator OStR Thomas Jerwin von der Vogelsbergschule (VBS) und Dipl.-Ing. Stefan Bertram vom DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.), die in ihren Grußworten Bezug auf die Historie des Klebens in Natur und Technik nahmen, war der Einstieg zu einer mehr als 2-stündige Fortbildungsveranstaltung gelegt.
Schon bei der Organisation der Veranstaltung zwischen dem Fachbereich Metalltechnik der VBS und dem DVS wurde deutlich, dass der Schwerpunkt nicht im Umgang mit Schönheitsprodukten liegt, sondern in der Klebstoff-Technologie und dort speziell im Kleben von Metallen. Durch die spielerische Verknüpfung von Theorie und Praxis konnte Herr Moser die mehr als 60 Anwesenden in kürzester Zeit für das Thema Kleben gewinnen.
Zunächst gab er einen Überblick über die Grundlagen des Klebens, in dem er grundsätzliche Fragen zu der Technologie erläuterte, wie z.B. „Wie klebt überhaupt ein Klebstoff? Sind Kleber immer flüssig? Adhäsion und Kohäsion – was haben diese Kräfte mit Kleben zu tun?“. Herr Moser zeigte auch in praktischen Versuchen die Möglichkeiten moderner Klebstoffe. Dabei bezog er seine Besucher in viele Versuche mit ein, die sich auch erstaunt über die vielen beeinflussenden Faktoren bei der Herstellung von Klebeverbindungen zeigten. Darauf beziehend referierte er über die korrekte Oberflächenbehandlung von Fügeteilen, konstruktive Gestaltung von Klebeverbindungen, die Klebstoffverarbeitung, Fehlerquellen, Verarbeitungszeit, Festigkeit, Klebstoffauftrag u.v.m..
Im Anschluss zum Vortrag lud der DVS noch zu einem kleinen Imbiss ein und gab damit auch eine weitere Gelegenheit zum intensiven Erfahrungsaustausch. Die leckeren Brötchen wurden in den Küchen der Vogelsbergschule im Rahmen eines Unterrichtsprojekts hergestellt. „Auch hier kommt die Fa. Henkel zum Einsatz“ war der nicht ganz ernst gemeinte Hinweis von Thomas Jerwin. „Die Reinigung der benutzten Servierplatten werde durch das Spülmittel erfolgen, welches auch von Henkel hergestellt wird.“
Nach all dieser abendlichen Informationsfülle der DVS-Vortagsreihe in Lauterbach, konnten die anwesenden Firmenvertreter, Lehrer und technikinteressierten Menschen gestärkt mit Wissen über die wichtigsten Kleb- und Dichtstoffe im Metallhandwerk und deren Einsatz ihren Nachhauseweg antreten.
Nähere Informationen unter: www.vogelsbergschule.de und http://www.dvs-fulda.de/